Inhalt
- Raid oder Nuke: was dir droht
- Discord-Grundlagen zuerst
- 1. AutoMod und Phishing-Schutz einschalten
- 2. Verifizierung vorschalten
- 3. Automatischen Raid-Schutz aktivieren (Pro)
- 4. Alt-Accounts und Beitritte im Blick
- 5. Anti-Nuke einschalten
- 6. Backup anlegen
- Wenn der Raid läuft: Sofortmaßnahmen
- Checkliste
- Häufige Fehler
- Häufige Fragen
Ein Raid kommt meist ohne Vorwarnung: Dutzende neue Accounts treten fast gleichzeitig bei und fluten die Channels mit Spam, Scam-Links oder verstörenden Inhalten. Noch gefährlicher ist ein Nuke, bei dem ein Account mit zu vielen Rechten in kurzer Zeit Channels und Rollen löscht oder Mitglieder bannt. Oft ist das ein gekaperter Account aus dem eigenen Team.
Guter Discord Raid-Schutz besteht aus drei Teilen: Vorsorge, automatischer Erkennung und einem Plan für den Ernstfall. In diesem Ratgeber richtest du alle drei ein, mit Discords eigenen Einstellungen und mit Lizbot.
Raid oder Nuke: was dir droht
Bei einem Raid kommt der Angriff von außen. Typisch sind viele frische Accounts ohne Avatar, die über denselben Link beitreten und sofort schreiben. Hier helfen Verifizierung, AutoMod und eine Erkennung von Join-Wellen.
Bei einem Nuke kommt der Angriff von innen. Ein Account mit Admin-Rechten, ein schlecht eingestellter Bot oder ein Teammitglied, dessen Konto übernommen wurde, löscht Channels und Rollen. Hier helfen sparsam vergebene Rechte, Anti-Nuke und ein aktuelles Backup.
Discord-Grundlagen zuerst
Bevor du einen Bot einrichtest, prüfe die Servereinstellungen:
- Verifizierungsstufe: Mindestens Mittel, damit ganz frisch registrierte Accounts nicht sofort schreiben können.
- Zwei-Faktor-Pflicht für Moderation: Discord kann verlangen, dass alle mit Moderationsrechten 2FA aktiviert haben. Das macht gekaperte Team-Accounts deutlich seltener.
- Administrator-Recht: Gib es nur Personen, denen du den ganzen Server anvertrauen würdest, und keinem Bot, der es nicht wirklich braucht.
- Rollen-Reihenfolge: Moderatoren sollten keine Rollen verwalten können, die über ihrer eigenen stehen.
1. AutoMod und Phishing-Schutz einschalten
Der erste Schutzwall ist der AutoMod. Im Dashboard unter AutoMod lädst du mit AutoMod-Stufe laden die Stufe Standard. Damit sind Wortfilter, Invite-Links, Massen-Erwähnungen und Spam-Filter aktiv. Im Reiter Phishing schaltest du Öffentliche Scam-Listen nutzen ein. Lizbot aktualisiert diese Listen alle sechs Stunden und erkennt zusätzlich nachgemachte Discord- und Steam-Adressen.
Alle Einstellungen im Detail findest du im Ratgeber Discord AutoMod einrichten.
2. Verifizierung vorschalten
Eine Verifizierung hält einfache Bots draußen. Neue Mitglieder sehen erst nur einen Channel und bekommen den Rest nach einem Klick, einem Captcha oder einem E-Mail-Code. Setze dabei ein Mindestalter des Accounts von einigen Tagen. Wie das geht, steht im Ratgeber Discord Verifizierung einrichten.
3. Automatischen Raid-Schutz aktivieren (Pro)
Im Dashboard unter AutoMod im Reiter Spam & Raid findest du den Abschnitt Raid-Schutz. Er zählt, wie viele Accounts in kurzer Zeit beitreten:
- Joins und in Sekunden: ab wann eine Welle als Raid gilt, die Stufe Standard nutzt 10 Joins in 30 Sekunden
- Verdächtig: Account jünger als: Accounts unter diesem Alter in Tagen gelten während eines Raids als verdächtig
- Aktion für verdächtige Joins: Kick, Ban oder nur melden
- Server bei Raid sperren: hebt die Verifizierungsstufe vorübergehend auf Hoch
- Lockdown-Dauer und Alarm-Channel
Erkennt Lizbot eine Welle, sperrt es den Server für die eingestellte Dauer und postet einen Alarm. Im Dashboard erscheint gleichzeitig die Meldung „Raid erkannt“. Nach Ablauf setzt Lizbot die Verifizierungsstufe automatisch auf den vorherigen Wert zurück.
Für kleine und mittlere Server sind die Werte der Stufe Standard ein guter Start. Hast du oft große Event-Ansturme, etwa nach einem Stream, erhöhe die Zahl der Joins, damit echte Besucher keinen Lockdown auslösen.
4. Alt-Accounts und Beitritte im Blick
Im Reiter Alt-Accounts bewertet Lizbot jeden Beitritt mit einem Risiko-Score. Er steigt bei sehr jungen Accounts, fehlendem Avatar, typischen Standardnamen und mehreren neuen Accounts über dieselbe Einladung. Ab einem Score von 60 meldet Lizbot den Account mit Buttons zum Kicken, für die Quarantäne oder zum Ignorieren. Diese Erkennung ist auch im Free-Plan enthalten.
Unter Letzte Beitritte siehst du jeden Beitritt mit Account-Alter, Einladung und dem Mitglied, das eingeladen hat. Mit nur verdächtige filterst du auf auffällige Beitritte, über das Feld Nutzer-ID auf ein einzelnes Mitglied. So findest du schnell heraus, über welchen Link ein Raid kam.
5. Anti-Nuke einschalten
Anti-Nuke ist standardmäßig aus. Du schaltest es im Dashboard unter Moderation im Reiter Anti-Nuke ein. Lizbot zählt dann pro Account, wie viele Channels und Rollen gelöscht und wie viele Mitglieder gebannt oder gekickt werden. Die Voreinstellung: 5 gelöschte Channels, 5 gelöschte Rollen, 8 Bans oder 8 Kicks in 30 Sekunden.
Wird eine Grenze überschritten, greift die Aktion bei überschrittenem Limit: Gefährliche Rollen entziehen, Kicken oder Bannen. Gibt es ein Backup, bietet dir der Alarm im Alarm-Channel direkt einen Button an, um mit dem letzten Backup fehlende Channels und Rollen wiederherzustellen. Der Server-Owner ist immer ausgenommen. Bots, die regelmäßig aufräumen, trägst du unter Ausgenommene Nutzer-IDs ein. Bans und Kicks, die ein Moderator über Lizbot ausführt, zählen für diesen Moderator mit.
6. Backup anlegen
Wenn doch etwas passiert, hilft ein Backup. Lizbot sichert Channels, Rollen und Rechte und stellt sie wieder her. Im Free-Plan ist ein gespeichertes Backup enthalten, in Pro zehn. Ab Pro laufen Backups automatisch und lassen sich auf einen anderen Server kopieren, in Studio werden auf Wunsch auch Nachrichten gesichert. Mehr dazu im Ratgeber Discord-Backup.
Wenn der Raid läuft: Sofortmaßnahmen
Auch ohne Pro kannst du jederzeit selbst reagieren:
/channel lockdown starthebt die Verifizierungsstufe auf Hoch, standardmäßig für 15 Minuten, mit der Optionminutenbis zu 24 Stunden./channel lockdown endbeendet den Lockdown vorzeitig./channel lockallsperrt nach einer Bestätigung alle Text-Channels für normale Mitglieder,/channel unlockallhebt das wieder auf./channel slowmodebremst einen einzelnen Channel,/channel purgeräumt Spam-Nachrichten weg./quarantine addnimmt einem verdächtigen Mitglied alle Rollen, bis ihr den Fall geklärt habt. Das lässt sich mit/quarantine removerückgängig machen.
Ist die Welle vorbei, bannst du die Raid-Accounts gesammelt statt einzeln. Im Dashboard unter Fälle öffnen Admins die Massenaktion, fügen bis zu 200 Nutzer-IDs ein und bestätigen mit einem Bestätigungswort. Die IDs findest du unter Letzte Beitritte. Jeder Ban wird als eigener Fall mit Grund gespeichert.
Checkliste
- Verifizierungsstufe mindestens Mittel, 2FA-Pflicht für Moderation an
- AutoMod mit Phishing-Schutz ist aktiv
- neue Mitglieder müssen sich verifizieren
- Raid-Schutz mit Lockdown ist eingestellt (Pro)
- Anti-Nuke ist eingeschaltet, ein Alarm-Channel gewählt
- Admin-Rechte haben nur wenige, vertrauenswürdige Accounts
- ein aktuelles Backup existiert
- dein Team kennt
/channel lockdown startund die Massenaktion
Häufige Fehler
- Anti-Nuke nie eingeschaltet: Es ist standardmäßig aus. Ohne Schalter schützt es nichts.
- Kein Alarm-Channel: Lockdowns laufen dann still ab, und dein Team merkt nichts.
- Raid-Grenze zu niedrig: Bei 3 Joins in 30 Sekunden sperrt sich ein aktiver Server bei jedem Event selbst.
- Lizbot fehlt das Recht „Server verwalten“: Dann kann der Lockdown die Verifizierungsstufe nicht anheben. Lizbot meldet das, aber der Schutz greift nicht.
- Backup erst nach dem Nuke anlegen: Dann sichert es nur noch den zerstörten Zustand.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lockdown und lockall?
Der Lockdown hebt die Verifizierungsstufe des Servers auf Hoch. Neue Mitglieder müssen dann zehn Minuten warten, bevor sie schreiben dürfen, alle anderen merken nichts. Lockall sperrt dagegen alle Text-Channels für alle normalen Mitglieder, das ist die stärkere Bremse.
Ist Raid-Schutz kostenlos?
Die automatische Raid-Erkennung mit Lockdown gehört zum Pro-Plan. AutoMod, Phishing-Schutz, Verifizierung, Alt-Account-Erkennung, Anti-Nuke, die Lockdown-Befehle und die Massenaktion kannst du auch im Free-Plan nutzen.
Schützt Anti-Nuke auch vor dem Server-Owner?
Nein. Der Owner ist immer ausgenommen, denn ihm kann ohnehin niemand Rechte entziehen. Schütze deinen eigenen Account deshalb mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Wie finde ich heraus, über welchen Link ein Raid kam?
Unter AutoMod im Reiter Alt-Accounts zeigt die Liste der letzten Beitritte die verwendete Einladung und das einladende Mitglied. Lösche den betroffenen Link danach in den Servereinstellungen.
Passende Funktionen in Lizbot
- Moderation und AutoMod für DiscordJede Verwarnung, jeder Timeout und jeder Ban bekommt eine Fallnummer mit Grund. So sieht dein Team auf einen Blick, was mit einem Mitglied schon war.
- Verifizierungs-Bot für Discord mit CaptchaNeue Mitglieder sehen zuerst nur den Verifizierungs-Channel. Zugang gibt es per Knopf, über eine Webseite mit Captcha oder mit einem Code per E-Mail.
Lass Liz das für dich erledigen
Lizbot einladen, im Dashboard einstellen, fertig. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos.

