Inhalt
- Was Discord selbst mitbringt
- Rollen für dein Mod-Team planen
- 1. Moderation in Lizbot einschalten
- 2. Team-Rollen und Dashboard-Rechte festlegen
- 3. Verwarnungen und Fälle nutzen
- 4. Automatische Eskalation einrichten
- 5. Reports von Mitgliedern annehmen
- 6. Ban-Einsprüche fair regeln
- Checkliste
- Häufige Fehler
- Häufige Fragen
Ab einer gewissen Größe kannst du deinen Discord-Server nicht mehr allein moderieren. Spätestens dann brauchst du ein Moderationsteam, und mit ihm kommen neue Fragen: Wer darf was? Wie sieht man, ob ein Mitglied schon dreimal verwarnt wurde? Und was passiert, wenn ein Ban ungerecht war?
Ein gutes Mod-Team hat klare Rechte, eine gemeinsame Fall-Akte und feste Abläufe für Meldungen und Einsprüche. In diesem Ratgeber richtest du genau das ein: zuerst mit Discords eigenen Mitteln, dann mit Lizbot. Am Ende hat dein Team Rollen mit passenden Rechten, ein nachvollziehbares Verwarnsystem mit automatischer Eskalation, einen Report-Channel und eine Einspruchsseite für gebannte Mitglieder.
Was Discord selbst mitbringt
Discord hat die wichtigsten Werkzeuge schon eingebaut. Moderationsrechte vergibst du über Rollen in den Server-Einstellungen. Die wichtigsten sind:
| Recht | Wofür |
|---|---|
| Mitglieder moderieren | Timeouts vergeben und aufheben |
| Mitglieder kicken | Mitglieder vom Server werfen |
| Mitglieder bannen | Bannen und entbannen |
| Nachrichten verwalten | Fremde Nachrichten löschen und anpinnen |
| Server verwalten | Einstellungen des Servers ändern |
| Administrator | Alles, ohne jede Einschränkung |
Der Timeout ist Discords eingebaute Stummschaltung: Das Mitglied kann für die gewählte Zeit nicht schreiben, nicht sprechen und nicht reagieren. Er dauert höchstens 28 Tage und läuft von selbst ab. Im Audit-Log der Server-Einstellungen siehst du, wer wann gebannt, gekickt oder Rollen geändert hat.
Wichtig ist die Rollen-Hierarchie: Ein Moderator kann nur Mitglieder bestrafen, deren höchste Rolle unter seiner eigenen liegt. Das gilt auch für Bots. Lizbots Rolle muss deshalb über den Rollen stehen, die es moderieren soll.
Was Discord fehlt, ist das Gedächtnis. Das Audit-Log zeigt keine Verwarnungen, weil es sie in Discord gar nicht gibt, und es sagt dir nicht auf einen Blick, wie oft ein Mitglied schon aufgefallen ist. Genau hier setzt Lizbot an.
Rollen für dein Mod-Team planen
Bevor du Rechte vergibst, überlege dir die Stufen. Für die meisten Communities reichen drei:
- Admin: Server-Owner und ein bis zwei Vertraute. Verwalten den Server und das Team.
- Moderator: verwarnen, Timeouts, Kicks und Bans, bearbeiten Reports und Einsprüche.
- Support oder Trial-Mod: beantworten Tickets, sehen aber keine Strafen.
Vergib Administrator so selten wie möglich. Ein gekaperter Admin-Account kann in Sekunden alles löschen. Für die tägliche Moderation reichen die einzelnen Rechte aus der Tabelle oben.
1. Moderation in Lizbot einschalten
Öffne im Dashboard deinen Server und geh auf Moderation. Im Reiter Allgemein schaltest du Moderationsbefehle aktiv ein und wählst einen Mod-Log-Channel. Dort postet Lizbot jeden Fall als Embed und aktualisiert ihn, wenn sich etwas ändert. Der Channel sollte nur für das Team sichtbar sein.
Empfohlene Einstellungen für den Start:
- Grund ist Pflicht einschalten. Ein Fall ohne Grund hilft drei Wochen später niemandem.
- Betroffene per DM informieren eingeschaltet lassen. Die Vorlage für die DM kannst du mit den Platzhaltern
{guild},{action},{reason}und{duration}anpassen. - Nachrichten bei Ban löschen auf 1 Tag stellen, wenn du bei Spam-Bans den Verlauf gleich mit aufräumen willst. Möglich sind 0 bis 7 Tage.
Über Team-Leitfaden aus Vorlage posten legst du deinem Team außerdem einen fertigen Leitfaden in einen Channel. Den passt du danach an eure Regeln an.
2. Team-Rollen und Dashboard-Rechte festlegen
Unter Einstellungen im Bereich Berechtigungen trägst du Admin-Rollen und Mod-Rollen ein. Mod-Rollen dürfen Lizbots Moderationsbefehle nutzen, auch wenn sie in Discord keine Moderationsrechte haben. Mitglieder mit Discord-Rechten wie Mitglieder moderieren, kicken oder bannen zählen automatisch als Mods.
Wer was im Dashboard sieht, stellst du unter Team ein. Dort hakst du pro Discord-Rolle einzelne Rechte an, zum Beispiel Fälle ansehen, Fälle anlegen, Reports bearbeiten oder Einsprüche entscheiden. Ohne eigene Einstellung gilt der Standard: Mod-Rollen dürfen alles außer Verwalten, Ticket-Rollen arbeiten Tickets ab. Fälle löschen bleibt Admins vorbehalten.
So bekommt ein Trial-Mod zum Beispiel nur Fälle ansehen und Reports bearbeiten, aber noch keinen Zugriff auf Einsprüche. Unter Team-Mitglieder siehst du, wer insgesamt Zugriff hat. Beachte: Wer in Discord Moderationsrechte hat, bekommt immer alle Mod-Rechte im Dashboard. Das lässt sich auf der Team-Seite nicht einschränken, nur in Discord selbst.
3. Verwarnungen und Fälle nutzen
Jede Strafe wird in Lizbot ein Fall mit fortlaufender Nummer. In Discord nutzt dein Team diese Befehle:
/warnverwarnt ein Mitglied/timeoutsetzt einen Discord-Timeout, zum Beispiel10m,2hoder3d/untimeouthebt ihn wieder auf/kick,/ban,/softbanund/unbanfür die schwereren Fälle;/banmit Dauer bannt zeitweise/notehängt eine interne Notiz an, die das Mitglied nicht sieht
Mit /case show öffnest du einen Fall, mit /case reason korrigierst du den Grund, mit /case list siehst du alle Fälle eines Mitglieds. Schneller geht es per Rechtsklick auf ein Mitglied unter Apps und Fälle anzeigen.
Im Dashboard findest du alle Fälle unter Fälle & Reports im Reiter Fälle. Du suchst nach Grund, Nutzer oder Fallnummer, filterst nach Typ und siehst, ob ein Fall aus Discord, dem Dashboard oder vom AutoMod stammt. Über Neuer Fall verhängst du eine Strafe direkt im Browser. Lizbot führt sie in Discord aus, inklusive DM und Mod-Log.
4. Automatische Eskalation einrichten
Damit nicht jeder Mod selbst zählen muss, legst du in Moderation im Reiter Verwarnungen Regeln für die Automatische Eskalation an. Jede Regel sagt: Bei genau so vielen aktiven Warnungen passiert diese Aktion. Möglich sind Timeout, Kick und Ban, bis zu zehn Regeln.
Eine bewährte Abstufung:
| Warnungen | Aktion | Dauer |
|---|---|---|
| 3 | Timeout | 60 Minuten |
| 5 | Timeout | 1440 Minuten (1 Tag) |
| 7 | Ban | leer (dauerhaft) |
Beim Timeout trägst du immer eine Dauer ein, Discord erlaubt höchstens 28 Tage. Beim Ban bedeutet ein leeres Feld dauerhaft, mit Dauer wird daraus ein zeitweiser Ban.
Dazu gehört der Verfall von Warnungen: Unter Warnungen verfallen nach stellst du ein, nach wie vielen Tagen eine Warnung nicht mehr zählt. 0 heißt, sie verfallen nie. Mit 90 Tagen bekommt jemand, der vor einem halben Jahr einmal aufgefallen ist, eine echte zweite Chance. Verfallene Warnungen bleiben als Fall sichtbar, zählen aber nicht mehr für die Eskalation.
5. Reports von Mitgliedern annehmen
Deine Mitglieder sehen mehr als dein Team. Mit Reports können sie Regelverstöße melden, ohne einen Mod anzuschreiben. In Moderation im Reiter Meldungen wählst du einen Report-Channel. Ohne Channel sind Reports aus. Unter Bei neuen Reports pingen wählst du die Rollen, die Bescheid bekommen sollen.
Mitglieder melden dann per /report oder per Rechtsklick auf eine Nachricht unter Apps und Nachricht melden. Jeder Report erscheint im Report-Channel mit den Buttons Erledigt, Ablehnen und Fälle sowie einem Menü, über das dein Team direkt verwarnt, einen Timeout von 10 Minuten bis 7 Tagen setzt, kickt, bannt oder die gemeldete Nachricht löscht. Lizbot prüft dabei die echten Discord-Rechte der Person, die klickt.
Im Dashboard stehen alle Reports unter Fälle & Reports im Reiter Reports, mit weiteren Reports gegen dieselbe Person.
6. Ban-Einsprüche fair regeln
Auch gute Teams liegen manchmal daneben. Mit Einsprüchen gibst du Gebannten einen geordneten Weg zurück, statt dass sie mit Zweitaccounts zurückkommen. In Moderation im Reiter Einsprüche schaltest du Einsprüche erlauben ein.
Lizbot hängt den Link zur Einspruchsseite automatisch an die Ban-DM. Dort meldet sich die gebannte Person mit ihrem Discord-Account an und beantwortet bis zu drei Fragen, die du festlegst. Neue Einsprüche landen im Channel für neue Einsprüche oder, wenn du keinen wählst, im Mod-Log. Dein Team entscheidet per Button Entbannen oder Ablehnen in Discord oder im Dashboard unter Einsprüche. Die Person erfährt die Entscheidung per DM, auf Wunsch mit einer Nachricht vom Team.
Unter Wartezeit nach Ablehnung legst du fest, wann ein neuer Einspruch möglich ist. Standard sind 14 Tage.
Checkliste
- Lizbots Rolle steht über allen Rollen, die moderiert werden
- Mod-Log-Channel ist gewählt und nur fürs Team sichtbar
- Grund ist Pflicht ist eingeschaltet
- Admin- und Mod-Rollen sind unter Einstellungen eingetragen
- Dashboard-Rechte pro Rolle sind unter Team geprüft
- Eskalationsregeln und Verfall von Warnungen sind eingestellt
- Report-Channel ist gewählt
- Einsprüche sind eingeschaltet und die Fragen passen zu deinem Server
Häufige Fehler
- Zu viele Admins: Wer Moderationsrechte braucht, braucht nicht automatisch Administrator. Je weniger Accounts alles dürfen, desto kleiner der Schaden bei einem gekaperten Account.
- Strafen ohne Grund: Ohne Grund kann niemand später nachvollziehen, warum ein Mitglied gebannt wurde, auch nicht beim Einspruch.
- Bot-Rolle zu weit unten: Steht Lizbots Rolle unter der Rolle eines Mitglieds, scheitert jede Strafe gegen diese Person.
- Eskalation ohne Verfall: Ohne Verfall zählen auch uralte Warnungen. Das wirkt schnell unfair.
- Timeout-Regel ohne Dauer: Trag bei Timeouts in der Eskalation immer eine Dauer ein.
Mehr zum Schutz vor Angriffen von außen findest du im Ratgeber zum Raid-Schutz. Wie du Regelverstöße automatisch abfängst, steht unter AutoMod einrichten.
Häufige Fragen
Wie viele Moderatoren braucht ein Discord-Server?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass zu den Zeiten, in denen dein Server aktiv ist, jemand erreichbar ist. Plane lieber ein paar zuverlässige Mods mit klaren Rechten als viele, die kaum online sind.
Was ist der Unterschied zwischen Timeout und Kick?
Beim Timeout bleibt das Mitglied auf dem Server, kann aber für eine Zeit nicht schreiben oder sprechen. Beim Kick fliegt es vom Server, kann mit einer Einladung aber sofort wieder beitreten. Für Streit und Spam ist der Timeout meist die bessere Wahl.
Sehen Mitglieder ihre Verwarnungen?
Ist Betroffene per DM informieren eingeschaltet, bekommt das Mitglied bei einer Verwarnung oder Strafe eine DM mit Grund. Notizen mit /note sind dagegen nur für das Team sichtbar.
Kann ich Fälle nachträglich ändern?
Ja. Den Grund änderst du mit /case reason oder im Dashboard unter Fälle, der Eintrag im Mod-Log wird mit aktualisiert. Löschen können nur Admins, entweder mit /case delete oder im Dashboard.
Funktionieren Einsprüche, wenn die gebannte Person keine DMs annimmt?
Der Link kommt dann nicht per DM an. Die Einspruchsseite selbst ist aber eine normale Webseite. Du kannst den Link zum Beispiel in deinen Regeln nennen, die Adresse siehst du im Reiter Einsprüche.
Lass Liz das für dich erledigen
Lizbot einladen, im Dashboard einstellen, fertig. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos.

