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Auf jeden öffentlichen Discord-Server kommen früher oder später Spam-Bots, Werbeaccounts und Zweitaccounts gebannter Mitglieder. Eine Discord Verifizierung sorgt dafür, dass neue Mitglieder erst einen kurzen Schritt erledigen, bevor sie Zugang zum Rest des Servers bekommen. Für echte Menschen ist das ein Klick, für automatisierte Accounts eine echte Hürde.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Werkzeuge Discord selbst mitbringt, wie du Rollen und Channel-Rechte richtig vorbereitest und wie du mit Lizbot eine Verifizierung per Button, Captcha oder E-Mail-Code einrichtest. Dazu kommen ein Regel-Knopf und ein Schutz gegen Alt-Accounts.
Was Discord selbst mitbringt
In den Servereinstellungen findest du die Verifizierungsstufe. Sie legt fest, was ein Account erfüllen muss, bevor er auf deinem Server schreiben darf:
- Keine: keine Bedingung
- Niedrig: bestätigte E-Mail-Adresse beim Discord-Konto
- Mittel: zusätzlich seit mehr als 5 Minuten bei Discord registriert
- Hoch: zusätzlich seit mehr als 10 Minuten Mitglied deines Servers
- Höchste Stufe: zusätzlich bestätigte Telefonnummer
Für die meisten Server ist Mittel ein guter Standard. Die Stufe verhindert aber nur das Schreiben. Lesen können neue Accounts trotzdem alles, was für die Rolle @everyone sichtbar ist.
Ist dein Server als Community-Server eingerichtet, kannst du zusätzlich Discords Onboarding nutzen und eine Regel-Prüfung aktivieren. Neue Mitglieder sehen dann die Serverregeln und müssen ihnen zustimmen, bevor sie schreiben dürfen. Das ist ein guter Anfang, prüft aber weder, ob ein Mensch hinter dem Account steckt, noch wie alt der Account ist.
Das Prinzip: Rollen schalten Channels frei
Eine Bot-Verifizierung funktioniert über Rollen. Neue Mitglieder haben nur die Rolle @everyone und sehen damit fast nichts. Nach der Verifizierung bekommen sie eine Rolle wie „Verifiziert“ oder „Mitglied“, und diese Rolle schaltet die übrigen Channels frei.
Der Bot vergibt nur die Rolle. Welche Channels sichtbar sind, regelst du selbst über die Channel-Rechte in Discord. Ohne diese Vorbereitung bringt die schönste Verifizierung nichts.
1. Rollen und Channels vorbereiten
Lege in den Servereinstellungen unter Rollen eine Rolle an, zum Beispiel „Verifiziert“. Optional kommt eine zweite Rolle „Unverifiziert“ dazu, die neue Mitglieder bis zur Verifizierung tragen.
Dann passt du die Rechte an:
- Bei allen Kategorien außer dem Startbereich nimmst du @everyone das Recht Kanal ansehen und gibst es der Rolle „Verifiziert“.
- Im Channel
#verifizierungdarf @everyone lesen, aber nicht schreiben. Dort steht später nur die Nachricht mit dem Button. - Ein Channel
#regelnbleibt für alle sichtbar, damit neue Mitglieder vorher wissen, worauf sie sich einlassen.
Wichtig: Die Rolle von Lizbot muss in der Rollenliste über der Rolle „Verifiziert“ stehen. Sonst darf der Bot sie nicht vergeben. Lizbot meldet das dann im Mod-Log-Channel.
2. Verifizierung im Dashboard einschalten
Öffne im Dashboard Verifizierung. Die Einstellungen liegen auf der Seite Willkommen im Reiter Verifizierung. Schalte Aktiv ein und fülle die Felder aus:
- Rolle nach Verifizierung: die Rolle, die die Channels freischaltet
- Rolle bis zur Verifizierung: optional, etwa „Unverifiziert“; Lizbot vergibt sie beim Beitritt und entfernt sie nach der Verifizierung
- Mindestalter des Accounts: jüngere Accounts werden abgelehnt, 0 heißt aus
- Button-Beschriftung und Nachricht über dem Button, mit dem Platzhalter
{guild.name}für den Servernamen
Die beiden Rollen dürfen nicht gleich sein. Speichere danach.
3. Die passende Methode wählen
Unter Methode stehen drei Varianten zur Wahl:
| Methode | Ablauf | Gut für |
|---|---|---|
| Button in Discord (ein Klick) | Klick auf den Button, Rolle sofort | die meisten Communities |
| Web-Seite mit Captcha | Klick führt auf eine Seite von Lizbot mit Captcha | öffentliche Server mit Bot-Problemen |
| Code per E-Mail | Code per Mail, Eingabe auf der Webseite | Schulen, Vereine, Firmen |
Beim Button reicht ein Klick. Das hält einfache Bots draußen und stört echte Mitglieder kaum.
Bei der Web-Seite mit Captcha führt der Button auf eine Verifizierungsseite von Lizbot. Das Mitglied meldet sich dort mit seinem Discord-Konto an und löst ein Captcha (Cloudflare Turnstile). Das ist die stärkere Wahl, wenn bei dir regelmäßig automatisierte Accounts auftauchen.
Beim Code per E-Mail gibt das Mitglied auf der Webseite seine Adresse ein und bekommt einen sechsstelligen Code, der 15 Minuten gilt. Unter Erlaubte E-Mail-Domains beschränkst du das auf bestimmte Adressen, zum Beispiel schule.de für einen Klassenserver. Mit Eine E-Mail nur für einen Account verhinderst du, dass jemand mit derselben Adresse mehrere Accounts verifiziert.
4. Die Nachricht mit Button posten
Unten im Reiter wählst du bei Nachricht mit Button posten in den Channel #verifizierung und klickst auf Posten. Das geht erst, wenn die Verifizierung aktiv ist, eine Rolle gewählt ist und du gespeichert hast.
Teste den Ablauf danach mit einem Zweitaccount oder einem Freund: Sieht ein neues Mitglied nur die Startchannels? Bekommt es nach dem Klick die Rolle und sieht danach den Rest?
5. Regeln akzeptieren lassen
Lizbot hat ein eigenes Modul Regeln akzeptieren. Mitglieder bestätigen die Regeln per Knopf und bekommen dafür eine Rolle. Du findest es im Dashboard unter Regeln akzeptieren:
- Regel-Channel: am besten ein Channel, den alle sehen, in dem aber nur der Bot schreibt
- Rolle nach dem Akzeptieren: meist die Mitglieder-Rolle; ohne Rolle wird nur gezählt
- Titel und Regeln: der Text, Formatierung wie in Discord; über Vorlage füllst du ein fertiges Regelwerk ein
- Nach Änderungen neu bestätigen lassen: ändert sich der Text, entzieht Lizbot beim Veröffentlichen allen die Rolle, und wer weiter Zugang will, bestätigt die neue Version
Mit Veröffentlichen postet Lizbot die Regeln mit dem Knopf Regeln akzeptieren. Jede Textänderung erhöht die Version, und im Dashboard siehst du, wie viele Mitglieder die aktuelle Version akzeptiert haben.
Du kannst Verifizierung und Regeln hintereinanderschalten: Die Verifizierung vergibt „Verifiziert“, diese Rolle sieht #regeln, und erst das Akzeptieren der Regeln vergibt „Mitglied“ für den Rest des Servers. Für kleinere Server reicht oft eines von beiden.
6. Alt-Accounts abwehren
Gebannte Störer kommen gern mit einem frischen Account zurück. Gegen sie hilft zuerst das Mindestalter des Accounts in der Verifizierung. Ein Wert von 3 bis 7 Tagen hält die meisten Wegwerf-Accounts draußen, ohne echte Neulinge zu stark zu bremsen.
Zusätzlich gibt es im Dashboard unter AutoMod den Reiter Alt-Accounts. Lizbot bewertet dort jeden Beitritt mit einem Risiko-Score. Dazu zählen das Alter des Accounts, ein fehlender Avatar, ein typischer Standardname und mehrere neue Accounts über dieselbe Einladung. Ab einem Score von 60 gilt ein Account als verdächtig.
Als Aktion wählst du Nur melden, In Quarantäne, Kicken oder Nichts tun (nur loggen). Bei „Nur melden“ bekommt dein Team eine Meldung mit Buttons zum Kicken, für die Quarantäne oder zum Ignorieren. Unter Letzte Beitritte siehst du alle Beitritte mit Score, Einladung und einladendem Mitglied.
Mehr zum Schutz vor ganzen Join-Wellen liest du im Ratgeber Raid-Schutz einrichten.
Checkliste
- Rolle „Verifiziert“ existiert und steht unter der Rolle von Lizbot
- @everyone sieht nur Startchannels wie
#regelnund#verifizierung - Verifizierung ist aktiv, Methode und Rolle sind gewählt
- die Nachricht mit Button ist gepostet
- Mindestalter des Accounts ist gesetzt
- Regeln sind veröffentlicht, falls du das Modul nutzt
- der Ablauf wurde mit einem Testaccount geprüft
Häufige Fehler
- Autoroles vergeben schon Zugang: Wenn unter Willkommen bei den Autoroles die Mitglieder-Rolle eingetragen ist, bekommt jeder sofort Zugang und umgeht die Verifizierung. Lizbot zeigt dafür einen Warnhinweis.
- Rolle des Bots steht zu tief: Steht die Rolle „Verifiziert“ über der Rolle von Lizbot, passiert beim Klick nichts.
- Channels nicht gesperrt: Sieht @everyone weiterhin alle Channels, ist die Verifizierung nur Dekoration.
- Verifizierungs-Channel offen zum Schreiben: Dann landen dort Fragen und Spam statt Klicks.
- Zu hohes Mindestalter: Ein Mindestalter von mehreren Monaten sperrt auch echte Neulinge aus, die sich gerade erst wegen deines Servers angemeldet haben.
Häufige Fragen
Welche Verifizierungsmethode ist die beste?
Für die meisten Server reicht der Button in Discord, kombiniert mit einem Mindestalter für Accounts. Hast du regelmäßig Bot-Wellen, wechsle zur Web-Seite mit Captcha. Die E-Mail-Verifizierung lohnt sich vor allem, wenn nur Menschen mit einer bestimmten Adresse Zugang bekommen sollen.
Reicht nicht Discords eigene Verifizierungsstufe?
Die Verifizierungsstufe verhindert nur das Schreiben, nicht das Lesen. Sie ist trotzdem sinnvoll und lässt sich gut mit einer Bot-Verifizierung kombinieren. Erst die Rolle nach der Verifizierung blendet die übrigen Channels ein.
Was passiert mit Mitgliedern, die vor der Einrichtung schon da waren?
Bestehende Mitglieder haben die neue Rolle noch nicht. Gib sie ihnen einmalig, bevor du @everyone die Channels wegnimmst, oder bitte sie, sich ebenfalls kurz zu verifizieren.
Kostet die Verifizierung etwas?
Verifizierung per Button, Captcha und E-Mail-Code sowie das Modul Regeln akzeptieren sind im Free-Plan enthalten. Den automatischen Raid-Schutz mit Lockdown gibt es ab Pro.
Können Mitglieder die Verifizierung umgehen?
Nur, wenn sie anders an die freischaltende Rolle kommen, etwa über Autoroles oder ein Rollenmenü. Prüfe deshalb, dass ausschließlich die Verifizierung oder das Akzeptieren der Regeln diese Rolle vergibt.
Lass Liz das für dich erledigen
Lizbot einladen, im Dashboard einstellen, fertig. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos.

