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Discord-Rollen einrichten: Hierarchie, Rechte und Rollenmenü zur Selbstzuweisung

Discord-Rollen einrichten: Rollen-Hierarchie, Rechte, Channel-Überschreibungen und ein Rollenmenü, mit dem Mitglieder sich Rollen selbst geben.

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Inhalt

Rollen sind das Rückgrat jedes Discord-Servers. Sie bestimmen, wer was sehen und tun darf, wer im Team ist und wer bei welchem Thema gepingt wird. Wer Discord-Rollen einrichtet, ohne die Hierarchie zu verstehen, landet schnell bei typischen Problemen: Moderatoren, die mehr dürfen als geplant, ein Bot, der keine Rollen vergeben kann, oder ein Team-Channel, den plötzlich alle sehen.

In diesem Ratgeber lernst du, wie die Rollen-Hierarchie funktioniert, welche Rechte welche Rolle braucht und wie Channel-Überschreibungen wirken. Danach richtest du mit Lizbot ein Rollenmenü ein, über das sich Mitglieder Interessen- und Ping-Rollen selbst per Button oder Dropdown holen.

Wie Discord-Rollen funktionieren

Jedes Mitglied hat automatisch die Rolle @everyone und dazu beliebig viele weitere Rollen. Ein Server kann bis zu 250 Rollen haben. Die Rechte eines Mitglieds ergeben sich aus allen seinen Rollen zusammen: Hat irgendeine Rolle ein Recht, hat das Mitglied es serverweit.

Die Liste unter Servereinstellungen, Rollen, ist gleichzeitig die Hierarchie. Sie regelt drei Dinge:

  • Wer wen verwalten darf: Mit dem Recht Rollen verwalten kann man nur Rollen bearbeiten und vergeben, die unter der eigenen höchsten Rolle stehen. Moderationsaktionen wie Kicken oder Bannen funktionieren ebenfalls nur gegen Mitglieder mit niedrigerer höchster Rolle.
  • Welche Farbe ein Name hat: Es zählt die höchste Rolle mit Farbe.
  • Wie die Mitgliederliste gruppiert ist: Rollen mit der Option „Rollenmitglieder getrennt anzeigen“ erscheinen als eigene Gruppe.

Die Server-Inhaberin oder der Inhaber steht immer über allem. Für Bots gilt dieselbe Regel wie für Menschen: Ein Bot vergibt nur Rollen unterhalb seiner eigenen Rolle.

Eine bewährte Rollen-Struktur

RolleZweckWichtige Rechte
Leitungtrifft GrundsatzentscheidungenAdministrator (höchstens ein bis zwei Personen)
Adminverwaltet Channels, Rollen, BotsServer verwalten, Rollen verwalten, Kanäle verwalten
Moderatorsetzt Regeln durchMitglieder kicken, Mitglieder bannen, Timeout, Nachrichten verwalten
Supporthilft bei Fragen und TicketsNachrichten verwalten, Timeout
Bot-RollenLizbot und andere Botsüber den Rollen, die sie vergeben
Level- oder Booster-RollenAnerkennungzum Beispiel Links einbetten, Dateien anhängen
MitgliedZugang nach Verifizierungkeine Zusatzrechte nötig
Ping-RollenBenachrichtigungenkeine Rechte, erwähnbar

Diese Struktur steckt auch in den Lizbot-Server-Vorlagen: Dort hat höchstens die oberste Rolle Administrator, Moderatoren bekommen nur Moderationsrechte, und Ping-Rollen haben gar keine Rechte.

1. Rollen anlegen und sortieren

Öffne die Servereinstellungen, dann Rollen, und klicke auf „Rolle erstellen“. Vergib Name und Farbe und lege fest, ob die Rolle getrennt in der Mitgliederliste erscheint und ob jeder sie erwähnen darf. Für Ping-Rollen schaltest du die Erwähnung ein, für Team-Rollen meist aus.

Sortiere die Rollen danach per Drag-and-drop in die Reihenfolge aus der Tabelle. Zieh die Lizbot-Rolle über alle Rollen, die Lizbot vergeben soll, also über Mitglied, Level- und Ping-Rollen.

2. Rechte pro Rolle vergeben

Im Reiter Berechtigungen jeder Rolle setzt du die serverweiten Rechte. Faustregeln:

  • @everyone bekommt nur Grundrechte: Kanäle ansehen, Nachrichten senden, Verlauf lesen, Reaktionen hinzufügen, Sprechen in Voice. Alles Weitere gibst du gezielt über Rollen.
  • Administrator umgeht alle Channel-Überschreibungen. Vergib es nur an die Leitung.
  • Erwähnen von @everyone, @here und allen Rollen gehört ins Team, nicht zu normalen Mitgliedern.
  • Gib keine Moderationsrechte an Rollen, die sich Mitglieder selbst holen können.

3. Channel-Überschreibungen richtig nutzen

Serverweite Rechte sind die Basis. Pro Kategorie oder Channel kannst du sie über Berechtigungs-Überschreibungen anpassen: Erlauben, Neutral oder Verweigern. Discord wertet dabei in dieser Reihenfolge aus:

  • Zuerst die Überschreibung für @everyone.
  • Dann die Überschreibungen aller Rollen des Mitglieds. Erlaubt eine davon ein Recht, gewinnt die Erlaubnis gegen ein Verweigern bei einer anderen Rolle.
  • Zuletzt Überschreibungen für einzelne Mitglieder. Sie haben das letzte Wort.

Ein Team-Bereich entsteht deshalb so: Auf der Team-Kategorie verweigerst du @everyone das Recht Kanal ansehen und erlaubst es den Team-Rollen. Setze solche Rechte auf der Kategorie und synchronisiere die Channels, statt jeden Channel einzeln anzupassen.

4. Rollenmenü mit Lizbot erstellen

Damit sich Mitglieder Interessen- oder Ping-Rollen selbst holen, legst du ein Rollenmenü an. Im Dashboard findest du es in der Seitenleiste unter Rollen auf der Seite Rollenmenüs:

  1. Klick auf Rollenmenü.
  2. Wähle den Channel, in dem das Menü erscheinen soll, zum Beispiel #rollen.
  3. Wähle den Typ: Buttons oder Dropdown.
  4. Vergib Titel, Beschreibung und Farbe.
  5. Füge die Rollen hinzu, jeweils mit Label, optional Emoji und beim Dropdown mit Beschreibung. Ein Menü fasst bis zu 25 Rollen.
  6. Klick auf Speichern und posten.

Zwei Optionen machen das Menü flexibler. Mit Nur eine Rolle gleichzeitig tauscht ein Klick die bisherige Rolle aus, ideal für Farben oder Regionen. Mit Benötigte Rolle können nur Mitglieder mit einer bestimmten Rolle das Menü nutzen, etwa erst nach der Verifizierung.

Ein Klick auf einen Button gibt die Rolle oder nimmt sie wieder weg. Das Mitglied bekommt eine kurze Bestätigung, die nur es selbst sieht. Für den schnellen Start gibt es oben auf der Seite Rollenmenü aus Vorlage.

5. Gefährliche Rollen sind gesperrt

Lizbot verhindert, dass sich Mitglieder Team-Rechte erschleichen. Rollen mit Rechten wie Administrator, Server verwalten, Rollen verwalten, Mitglieder bannen oder Nachrichten verwalten lassen sich nicht in ein Rollenmenü aufnehmen. Das gilt auch für Rollen über der Lizbot-Rolle und Rollen, die eine Integration verwaltet. Beim Speichern nennt dir das Dashboard die betroffenen Rollen.

6. Weitere Wege zur automatischen Rollenvergabe

  • Reaction Roles: Unter dem Modul Interaktion im Reiter Reaction Roles verknüpfst du ein Emoji auf einer bestehenden Nachricht mit einer Rolle. Für neue Menüs sind Buttons meist die bessere Wahl.
  • Autoroles: Im Modul Willkommen vergibst du Rollen automatisch beim Beitritt, getrennt für Mitglieder und Bots.
  • Verifizierung: Die Rolle nach Verifizierung schaltet die Channels frei. Mehr im Ratgeber zur Verifizierung.
  • Level-Rollen: Unter Level & XP legst du Rollenbelohnungen fest, die Mitglieder ab einem bestimmten Level bekommen. Siehe Level-System.

Discord selbst bietet beim Onboarding auf Community-Servern ebenfalls Fragen an, über die Neue Rollen bekommen. Beides lässt sich kombinieren.

Limits nach Plan

PlanRollenmenüsRollenbelohnungen fürs Leveling
Free23
Prounbegrenztunbegrenzt
Studiounbegrenztunbegrenzt

Checkliste

  • Rollen von Leitung bis Ping-Rollen sortiert
  • Lizbot-Rolle über allen Rollen, die er vergeben soll
  • @everyone mit Grundrechten, Administrator nur bei der Leitung
  • Team-Kategorie über Überschreibungen versteckt
  • Rollenmenü im Rollen-Channel gepostet und selbst getestet
  • Ping-Rollen erwähnbar, Team-Rollen nicht

Häufige Fehler

  • Lizbot-Rolle unter den zu vergebenden Rollen: Dann scheitert die Vergabe. Zieh die Lizbot-Rolle nach oben.
  • Rechte über Rollen und Überschreibungen doppelt gepflegt: Lege fest, was serverweit gilt, und nutze Überschreibungen nur für Ausnahmen.
  • Verweigern bei @everyone, Erlauben vergessen: Wer die Team-Kategorie versteckt, muss sie den Team-Rollen auch wieder erlauben.
  • Autoroles trotz Verifizierung: Vergibst du die Zugangsrolle direkt beim Beitritt, umgehen Neue die Verifizierung. Lizbot warnt dich in diesem Fall.
  • Zu viele Rollen: Jede Rolle braucht einen klaren Zweck. Fasse ähnliche Interessen zusammen.

Häufige Fragen

Warum kann Lizbot eine Rolle nicht vergeben?

Meist steht die Rolle über der Lizbot-Rolle oder hat Team-Rechte. Zieh die Lizbot-Rolle in den Servereinstellungen über die Rolle und prüfe, ob die Rolle Rechte wie Nachrichten verwalten oder Bannen hat. Solche Rollen vergibt Lizbot über Rollenmenüs bewusst nicht.

Buttons, Dropdown oder Reaktionen, was ist besser?

Buttons sind am schnellsten und zeigen sofort eine Bestätigung. Ein Dropdown spart Platz, wenn du viele Rollen mit Beschreibungen anbietest. Reaktionen sind vor allem für bestehende Nachrichten sinnvoll, die du beim Wechsel von einem anderen Bot weiterverwenden willst.

Wie viele Rollen passen in ein Rollenmenü?

Bis zu 25 Rollen pro Menü. Brauchst du mehr, teile sie thematisch auf mehrere Menüs auf, etwa Spiele, Regionen und Benachrichtigungen. Im Free-Plan sind zwei Rollenmenüs enthalten, ab Pro beliebig viele.

Gewinnt Erlauben oder Verweigern?

Auf derselben Ebene gewinnt bei Rollen-Überschreibungen das Erlauben. Überschreibungen für ein einzelnes Mitglied stehen aber über allen Rollen-Überschreibungen. Und wer Administrator hat, ist von Überschreibungen gar nicht betroffen.

Lass Liz das für dich erledigen

Lizbot einladen, im Dashboard einstellen, fertig. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos.