Inhalt
- Erst planen, dann klicken
- 1. Server anlegen
- 2. Kategorien als Grundgerüst
- 3. Die richtigen Channel-Typen wählen
- 4. Rollen in der richtigen Reihenfolge anlegen
- 5. Rechte setzen: Basis plus Ausnahmen
- 6. Community-Funktionen aktivieren
- 7. Struktur mit Lizbot automatisch anlegen
- 8. Feinschliff vor dem Start
- Checkliste
- Häufige Fehler
- Häufige Fragen
Einen Discord-Server erstellen geht in einer Minute. Ihn so aufzubauen, dass Neue sich zurechtfinden, das Team arbeiten kann und nichts Privates öffentlich wird, dauert deutlich länger. Die meisten Probleme auf gewachsenen Servern haben denselben Ursprung: Channels ohne Ordnung, Rollen ohne klare Reihenfolge und Rechte, die jemand irgendwann einzeln in jedem Channel gesetzt hat.
In diesem Ratgeber baust du deinen Server Schritt für Schritt auf: vom Anlegen über eine sinnvolle Kategorie-Struktur bis zu Rollen, Rechten und den Community-Funktionen von Discord. Am Ende hast du eine Struktur, die mitwächst, und weißt, wie du sie mit einer Lizbot-Vorlage in wenigen Minuten automatisch anlegen lässt.
Erst planen, dann klicken
Bevor du den ersten Channel anlegst, beantworte drei Fragen:
- Wofür ist der Server? Gaming-Gruppe, Creator-Community, Lerngruppe oder Kundensupport brauchen unterschiedliche Bereiche.
- Wer ist im Team? Schon zwei Rollenstufen (Moderation und Leitung) sparen später viel Ärger.
- Was dürfen Neue sehen? Alles sofort, oder erst nach einer Verifizierung?
Schreib die Antworten auf. Daraus ergeben sich Kategorien, Rollen und Rechte fast von selbst.
1. Server anlegen
Klick in der Serverleiste links unten auf das Plus-Symbol, wähle „Eigenen erstellen“ und dann, ob der Server für dich und deine Freunde oder für einen Club oder eine Community ist. Vergib einen Namen und ein Icon. Beides kannst du später in den Servereinstellungen unter Übersicht ändern.
Discord legt automatisch ein paar Standard-Channels an. Lösche sie nicht sofort, sondern ersetze sie im nächsten Schritt durch deine Struktur.
2. Kategorien als Grundgerüst
Kategorien sind Ordner für Channels. Sie machen den Server übersichtlich, und vor allem vererben sie Rechte: Channels, die mit ihrer Kategorie synchronisiert sind, übernehmen deren Berechtigungen. So setzt du Rechte einmal pro Bereich statt in jedem Channel.
Eine bewährte Grundstruktur:
| Kategorie | Typische Channels | Sichtbar für |
|---|---|---|
| Info | regeln, ankündigungen, willkommen, rollen, faq | alle, nur lesen |
| Community | allgemein, memes, medien, bot-befehle | Mitglieder |
| Themen | ein Channel oder Forum pro Thema | Mitglieder |
| Voice | Lobby, Talk, AFK | Mitglieder |
| Support | Ticket-Panel | Mitglieder |
| Team | team-chat, mod-log, server-log, reports | nur Team |
Fang klein an. Fünf belebte Channels sind besser als zwanzig leere. Eine Kategorie kann bis zu 50 Channels enthalten, ein Server insgesamt bis zu 500, aber diese Grenzen solltest du nie auch nur annähernd brauchen.
3. Die richtigen Channel-Typen wählen
- Text-Channel: für Gespräche. Mit Slowmode bremst du hektische Channels, etwa 10 Sekunden für Memes.
- Voice-Channel: für Gespräche per Sprache und Bildschirmübertragung.
- Forum: für wiederkehrende Fragen, Gruppensuche oder Feedback. Jeder Beitrag ist ein eigener Thread, nichts geht im Chatverlauf unter.
- Ankündigungs-Channel: Nachrichten lassen sich in andere Server weiterleiten. Diesen Typ gibt es erst, wenn die Community-Funktionen aktiv sind (siehe Schritt 6).
- Stage-Channel: für Events mit Sprecherinnen und Publikum, ebenfalls nur auf Community-Servern.
Benenne Channels kurz und eindeutig, damit jeder sofort weiß, was wohin gehört.
4. Rollen in der richtigen Reihenfolge anlegen
In den Servereinstellungen unter Rollen legst du die Rollen an. Die Reihenfolge ist wichtig: Wer Rollen verwalten hat, kann nur Rollen bearbeiten und vergeben, die unter seiner eigenen höchsten Rolle stehen. Das gilt auch für Bots.
Eine sinnvolle Reihenfolge von oben nach unten:
- Leitung (Gründer oder Owner-Team)
- Admin
- Moderator
- Helfer oder Support
- Bot-Rollen, die Rollen vergeben sollen, gehören über die Rollen, die sie vergeben
- Sonderrollen wie Server-Booster oder Level-Rollen
- Mitglied
- Ping- und Interessenrollen ohne eigene Rechte
Wie du Rechte pro Rolle vergibst und Mitglieder sich Rollen selbst holen lässt, erklärt der Ratgeber Discord-Rollen einrichten.
5. Rechte setzen: Basis plus Ausnahmen
Discord-Rechte wirken auf zwei Ebenen: Serverweit über die Rolle und pro Kategorie oder Channel über Berechtigungs-Überschreibungen. Arbeite nach diesem Muster:
- @everyone schlank halten: Die Rolle @everyone haben alle. Gib ihr nur die Grundrechte, die wirklich jeder braucht.
- Bereiche über Kategorien steuern: Für die Team-Kategorie verbietest du @everyone das Recht Kanal ansehen und erlaubst es den Team-Rollen.
- Nur-Lesen-Channels: In regeln und ankündigungen verbietest du @everyone das Senden von Nachrichten.
- Administrator sparsam vergeben: Wer Administrator hat, umgeht alle Channel-Überschreibungen und sieht jeden Channel. Das gehört nur in die Hand von ein oder zwei Personen.
Prüfe deine Rechte mit der Funktion „Server als Rolle ansehen“ in den Rolleneinstellungen. So siehst du den Server genau so, wie ihn ein normales Mitglied sieht.
6. Community-Funktionen aktivieren
In den Servereinstellungen kannst du deinen Server zum Community-Server machen. Discord verlangt dafür eine Verifizierungsstufe, bei der Mitglieder eine bestätigte E-Mail-Adresse haben, einen Filter für anstößige Medien, einen Regel-Channel und einen Channel für Community-Updates von Discord.
Dafür bekommst du unter anderem Ankündigungs- und Stage-Channels, Server-Einblicke und das Onboarding. Beim Onboarding beantworten Neue beim Beitritt ein paar Fragen. Je nach Antwort sehen sie passende Channels und bekommen passende Rollen. Lege dort die Standard-Channels fest, die jeder sehen soll.
Schalte außerdem die eingebaute Discord-AutoMod ein. Sie filtert Schlüsselwörter, Spam und Massen-Erwähnungen direkt in Discord. Wie du sie mit Lizbot kombinierst, steht im Ratgeber zum AutoMod.
7. Struktur mit Lizbot automatisch anlegen
Die Schritte 2 bis 5 kannst du auch Lizbot überlassen. Im Dashboard startet für einen neuen Server der Einrichtungs-Assistent. Du wählst Sprache und Ausgangslage, dann eine von 12 fertigen Vorlagen, etwa Gaming-Community, Creator-Community, Lerngruppe oder Minimal. Lizbot zeigt dir vorher, welche Rollen und Channels neu entstehen und welche er übernimmt, und baut dann alles auf: Kategorien, Channels, Rollen in der richtigen Reihenfolge, Rechte für Team-Bereiche, Regeln und Log-Channels. Was die Vorlagen genau enthalten, steht im Ratgeber Server-Vorlage.
Weitere Wege:
- Server-Vorlagen: Unter Werkzeuge im Reiter Server-Vorlagen wendest du Vorlagen jederzeit an, speicherst deinen Server als eigene Vorlage oder teilst sie per Code.
- Eigene Struktur: Über Setup-Assistent in der Seitenleiste legst du unter „Eigene Struktur (erweitert)“ Rollen, Channels und Module selbst fest, prüfst die Vorschau und lässt den Plan ausführen.
- In Discord:
/build previewzeigt eine Vorlage,/build applywendet sie an und/build undomacht den letzten Aufbau rückgängig, solange er höchstens 7 Tage alt ist.
8. Feinschliff vor dem Start
- Lege den Willkommens-Channel und eine Willkommensnachricht an.
- Richte eine Verifizierung ein, wenn dein Server öffentlich ist.
- Lege ein Backup an, sobald die Struktur steht.
- Bitte eine Testperson ohne Team-Rolle, den Server einmal durchzuklicken.
Checkliste
- Zweck, Team-Rollen und Sichtbarkeit für Neue festgelegt
- Kategorien für Info, Community, Voice und Team angelegt
- Channels mit ihrer Kategorie synchronisiert
- Rollen von oben nach unten sinnvoll sortiert
- @everyone hat nur Grundrechte
- Team-Kategorie für @everyone unsichtbar
- Administrator nur bei ein oder zwei Personen
- Community-Funktionen und Onboarding geprüft
- Backup nach dem Aufbau angelegt
Häufige Fehler
- Rechte pro Channel statt pro Kategorie: Einzelne Überschreibungen in vielen Channels werden schnell unübersichtlich. Setze Rechte auf der Kategorie und synchronisiere die Channels.
- Zu viele Channels zum Start: Leere Channels wirken wie ein toter Server. Erweitere erst, wenn ein Thema einen eigenen Channel braucht.
- Bot-Rolle ganz unten: Ein Bot kann keine Rollen vergeben, die über seiner Rolle stehen. Zieh die Bot-Rolle über die Rollen, die er verwalten soll.
- Administrator für Moderatoren: Moderatoren brauchen Rechte wie Nachrichten verwalten oder Mitglieder bannen, aber nicht Administrator.
- Nie als Mitglied getestet: Was du als Owner siehst, sagt nichts darüber, was Neue sehen. Nutze „Server als Rolle ansehen“.
Häufige Fragen
Wie viele Channels braucht ein neuer Discord-Server?
So wenige wie möglich. Für den Start reichen ein Info-Bereich mit Regeln und Ankündigungen, ein allgemeiner Chat, ein Voice-Channel und ein Team-Bereich. Neue Channels legst du an, wenn ein Thema im allgemeinen Chat immer wieder auftaucht.
Muss ich die Community-Funktionen aktivieren?
Nein. Für einen privaten Server unter Freunden brauchst du sie nicht. Für öffentliche Server lohnen sie sich, weil du Onboarding, Ankündigungs-Channels und Server-Einblicke bekommst. Die Voraussetzungen sind schnell erfüllt.
Kann ich eine Lizbot-Vorlage auf einen Server mit bestehenden Channels anwenden?
Ja. Im Standardmodus ergänzt Lizbot nur, was fehlt, und übernimmt gleichnamige Channels und Rollen. Gelöscht wird nur, was du ausdrücklich auswählst, und vorher legt Lizbot ein Backup an.
Warum sehen neue Mitglieder einen Channel nicht?
Meist verbietet eine Überschreibung auf der Kategorie oder dem Channel das Recht Kanal ansehen für @everyone, und die Mitglieder-Rolle hat keine Erlaubnis dort. Prüfe die Berechtigungen des Channels und nutze „Server als Rolle ansehen“, um den Fehler zu finden.
Lass Liz das für dich erledigen
Lizbot einladen, im Dashboard einstellen, fertig. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos.

